Zerspanungsmechaniker/in
Zerspanungsmechaniker/innen fertigen Präzisionsbauteile aus metallischen Werkstoffen durch spanende Fertigungsverfahren wie Drehen, Bohren, Fräsen oder Schleifen.
3 ½ Jahre; erstmalig ausgebildet am OSZ Technik Teltow mit dem Schuljahr 2006/2007 im BAFF-Modell (Brandenburgisches Ausbildungsmodell für Fachkräftesicherung der Metall- und Elektroindustrie).
Das erste Ausbildungsjahr mit betrieblichem Praktikum findet im Rahmen des Kooperativen Modells an den Lernorten Oberstufenzentrum (fachtheoretische Ausbildung) und Bildungsträger (fachpraktische Ausbildung) statt.
Ziel ist es, im zweiten Ausbildungsjahr einen Übergang in eine betriebliche Ausbildung unter vollständiger Anrechnung des ersten Ausbildungsjahres zu realisieren. Für Schüler, die das erste Ausbildungsjahr im Projekt BAFF nicht erfolgreich abschließen können oder für die kein geeigneter Betrieb zur Fortsetzung der Ausbildung gefunden werden konnte, können ihre Ausbildung im zweiten Jahr im Kooperativen Modell fortsetzen. Voraussetzung dafür ist, dass dieser Beruf an dem OSZ angeboten wird. Sollte der Beruf nicht angeboten werden, kann die Ausbildung in einem neuen Beruf fortgesetzt werden. Die Auswahl der Schüler erfolgt nach erfolgreichem Schulabschluss und einem Einstellungstest für diesen Modellversuch.
Zerspanungsmechaniker/innen finden Einsatz in der Metall verarbeitenden Industrie und artverwandten Branchen. Sie arbeiten in der Regel mit CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen. Mit deren Hilfe fertigen sie Werkstücke mit hoher Präzision an. Daher gehören das Nachmessen und Prüfen der Werkstücke sowie das Kontrollieren des Fertigungsablaufes zu ihren ständigen Arbeitsaufgaben.
Die notwendigen Kompetenzen des Zerspanungsmechanikers liegen im fachlichen Bereich unter Anderem im:
Automatendrehen, Drehen, Fräsen, der Maschinen- und Anlagenführung sowie –bedienung, im Messen und Prüfen, dem Schleifen sowie der Zerspanungstechnik.
Der Rahmenplan für die Berufsausbildung des Zerspanungsmechanikers wurde 2004 neu strukturiert und in entsprechende Lernfelder gegliedert.
Diese orientieren sich an beruflichen Arbeits- und Geschäftsprozessen. Es entstehen hierbei das konkrete berufliche Handeln und die Auftragsabwicklung im Vordergrund. Sie werden bei der Umsetzung in den Lernfeldern mit Hilfe konkreter Lernsituation berücksichtigt.
Die Vermittlung der beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen erfolgt an berufstypischen Aufgabenstellungen auftrags- und projektorientiert in Kooperation mit anderen Lernorten.
Mathematische und naturwissenschaftliche Inhalte sowie sicherheitstechnische, ökonomische und betriebswirtschaftliche und ökologische Aspekte werden in den Lernfeldern vermittelt.
Fachgebundene englischsprachige Elemente und Inhalte sind in den Lernfeldern eingebunden.
In den Lernfelder des ersten Ausbildungsjahres wird ein Schwerpunkt auf den Erwerb eines berufsbreiten Grundlagenwissens ins Verbindung mit typischen berufsübergreifenden Handlungsabläufen gelegt. Dabei werden berufstypische Aspekte durch die Auswahl geeigneter Beispiele und Arbeitsaufträge berücksichtigt.
Die Prüfung in diesem anerkannten Ausbildungsberuf wird auf der Grundlage der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen sowie der Verordnung über die Erprobung einer neuen Ausbildungsform für die Berufsausbildung in den Metallberufen durchgeführt.
Sie wird als gestreckte Prüfung Teil 1 und Teil 2 durchgeführt und bei der Industrie- und Handwerkskammer angelegt.
Teil erfolgt im 3. Halbjahr und Teil 2 am Ende des 3. Ausbildungsjahres.
OSZ Teltow, Potsdamer Straße 4, 14513 Teltow
Telefon: 03328 35070, Telefax: 03328 350717, E-Mail: