22. Januar 2011
TELTOW - Vom regionalen Autohaus am Bahnhof Teltow bis zum Weltkonzern Mercedes-Benz – mehr als 60 Unternehmen werden sich am Samstag, dem 22. Januar, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr im Oberstufenzentrum Teltow im Rahmen der Ausbildungsmesse 2011 präsentieren. Als Besucher erwarten die Organisatoren rund 4000 Schüler zwischen 14 und 20 Jahren aus Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Großbeeren, Nuthetal und Ludwigsfelde. „Bei den Unternehmen gibt es in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung“, sagt Johannes Müller vom Stadtmarketing Teltow. 80 Prozent der Betriebe, die bereits im vergangenen Jahr dabei waren, werden auch jetzt wieder mit dabei sein. Ein Fünftel der teilnehmenden Unternehmen sind bei der Messe erstmals dabei.
Neu ist auch der Messetermin im Januar. „Wir haben die Veranstaltung von April auf Anfang des Jahres vorverlegt, weil uns die Unternehmen signalisiert haben, dass sie potenzielle Berufsanfänger möglichst früh im Jahr kennenlernen wollen“, so Müller.
Das Oberstufenzentrum in Teltow ist erstmals Veranstaltungsort für die Ausbildungsmesse. „Wir werden das auch für die Eigenwerbung nutzen“, so Schulleiter Henri Danker. In der Einrichtung lassen rund 650 Firmen spätere Mitarbeiter ausbilden. Etwa 1500 Auszubildende werden in 79 Klassen von insgesamt 47 Lehrern unterrichtet. Die Schülerzahl gehe allerdings stetig zurück, so Danker. „Das ist eine Folge der allgemeinen demografischen Entwicklung. Es gibt eben immer weniger Jugendliche.“
Auf diese Problematik weist auch der Landtagsabgeordnete Sören Kosanke (SPD) hin. „Die Ausbildungsmesse ist kein Arbeitslosenvermittlungsprojekt, sondern eigentlich eine Unternehmensmesse und sehr wirtschaftsorientiert.“ Die Betriebe würden „händeringend“ Fachkräfte suchen. „Wir wollen zeigen, dass die Region viele interessante Stellen und Berufe zu bieten hat“, so Kosanke, der die Messe vor Jahren als Teltower Wirtschaftsförderer ins Leben gerufen hatte. Viele Jugendliche würden in die alten Bundesländer oder ins Ausland abwandern, weil sie sich dort bessere Chancen im Beruf ausrechnen.
„Es gehört aber auch zur Wahrheit dazu, dass unsere Unternehmen keine hohen Gehälter bezahlen. Dieses Manko muss dringend beseitigt werden“, so Kosanke. Dennoch sei es aller Mühe wert, junge Menschen zu animieren, in der Region zu bleiben. „Nicht zuletzt tut das auch dem sozialen Gefüge in unseren Städten und Gemeinden gut.“ (Von Jürgen Stich)
MAZ, am 14.Januar 2011
Ausbildungsmesse Teltow
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