21. Mai 2011
Die FO 291 sah am 08.05.2011 „Adams Äpfel“ ganz aus (und in) der Nähe
Im HOT Potsdam ist zurzeit eine Inszenierung von „Adams Äpfel“ zu sehen. Viele kennen bestimmt den gleichnamigen dänischen Film, in dem der verblendete Landpfarrer Ivan versucht, einen skurrilen Haufen von Trinkern, Räubern und Gewaltverbrechern, einschließlich des Neo-Nazis Adam, zu resozialisieren.
Das Theater kommt dabei mit einer spartanisch gestalteten Kulisse aus. Damit gelingt es dem Regisseur, sämtliche Hintergrundinformationen zu visualisieren. So wird der Apfelbaum per Overhead- Projektor an die Kirchenwand geworfen. Von der Folie können die Äpfel nach dem Angriff der Raben einfach mit einem Fingerwisch verschwinden.
Das sechsköpfige Schauspieler- Ensemble ist während der 90 Minuten Spielzeit permanent auf der Bühne präsent. Dabei kommen eine Menge Theaterblut und viele Platzpatronen zum Einsatz. Die Dialoge sind nah an den Film angelegt.
Unser Fazit: Sehenswert! Eine originelle Umsetzung der Komödie. Einzig die Frage, ob das Stück auch seine Wirkung erreicht, wenn man den Film nicht kennt, lässt sich von uns nicht beantworten. Da haben wir so unsere Zweifel…
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